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Fritz Bebie

„Gesundheit ist unser höchstes Gut!“ – Interview mit Fritz Bebie

Lesen Sie das exklusive Interview mit Fritz Bebie – dem ersten Fitnessberater der Schweiz. Im Gespräch mit Athenas zeigt er, warum Gesundheit am Arbeitsplatz so wichtig ist.

Fritz Bebie ist einer der bekanntesten Schweizer Fitness-Experten. In seinen Vorträgen zeigt er, wie sich Fitness und Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Im exklusiven Interview mit Athenas spricht der Referent über sein PIZZA-Modell und betriebliche Gesundheitsförderung.

 

Herr Bebie, Sie waren 1990 der erste Schweizer Personal-Trainer. Wie helfen Sie Ihren Kunden und Zuhörern, gesünder zu leben?

 

Ich versuche mit jedem Kunden und jeder Kundin Fitness (sprich: „gesundes“ Verhalten) in den Alltag einzubauen und Lebensgewohnheiten eventuell zu ändern. Grundlage ist mein „Pizza-Modell“.

 

In Ihren Vorträgen vermitteln Sie Ihr ganzheitliches “Pizza-Modell”. Wie passen Pizza und Gesundheit zusammen?

 

Wie bei einer richtigen Pizza vermischen sich bei gewissen Tätigkeiten die einzelnen Zutaten. Wenn Sie während der Arbeit im Büro zum Beispiel aufstehen um ein Glas Wasser zu trinken, dann vermischen Sie Bewegung von morgens bis abends, rückengerechtes Verhalten und Entspannung. Die anderen 4 Zutaten meiner PIZZA sind Herz- / Kreislauf-Prophylaxe, Kräftigung, Ernährung und Erholung.

 

Sie bieten Seminare und Vorträge zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Unternehmen an. Warum gehört Fitness auch an den Arbeitsplatz?

 

Es sollte im ureigenen Interesse der Unternehmen liegen, das körperliche Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu fördern und sie für ein gesundheitsgerechtes Verhalten zu motivieren. Denn die geistige Leistungsfähigkeit hängt eng mit der physischen Fitness zusammen. Fitness ist aber nicht nur eine Frage von Trainingsprogrammen. Vielmehr kann und soll sie zum selbstverständlichen Bestandteil des Arbeitsalltags werden. Dabei ist mit Fitness nicht ein kraftstrotzender Körper gemeint, sondern ein ganzheitliches Gefühl des körperlichen Wohlbefindens. Dieses entsteht (unter anderem) durch regelmässige Bewegung, richtige Körperhaltung am Arbeitsplatz und vernünftige Ernährung. Gerade in diesen drei Punkten wird in unserer angeblich so gesundheitsbewussten Zeit generell und insbesondere bei der Arbeit gesündigt. Es liegt an den Führungskräften, zum beidseitigen Nutzen einen Prozess der Bewusstseinsbildung für den Körper in Gang zu setzen und mit konkreten Massnahmen die Fitness der Mitarbeitenden zu verbessern. Es braucht dazu nur die Einsicht, dass das körperliche Wohlbefinden der Mitarbeitenden der Effizienzsteigerung dient und deshalb auch aus wirtschaftlicher Perspektive eine hohe Priorität geniessen sollte.

 

Sie sind einer der bekanntesten und aktivsten Schweizer Fitnessberater. Warum setzen Sie sich so vehement für das Thema Gesundheit ein?

 

Gesundheit ist unser höchstes Gut ! Und man kann mit (mehr) Eigenverantwortung relativ viel selber dafür tun. Die meisten Menschen wissen zwar, was sie „nicht“ machen sollten. Aber was sie „machen“ könnten, wissen viele nicht. Beim „was“, „wann“ und vor allem beim „wie“ fehlen Ideen, Tipps und Tricks sowie Wissen, Erfahrung und kompetente Beratung. Und dies weiterzugeben macht mir viel Freude.

 

Vielen Dank für das Gespräch!